Ist Craving messbar?
Ja – das Verlangen nach Alkohol folgt einem vorhersagbaren Muster. Wissenschaftlich belegt dauert ein akutes Craving bei Alkohol typischerweise 15–30 Minuten, bevor es wellenförmig wieder abklingt. Diese Vorhersagbarkeit macht Craving steuerbar – und genau das nutzt Drywell mit der K.L.A.R. Methode.
Wie lange dauert ein Craving?
Ein einzelnes Alkohol-Craving dauert in der Regel 15–30 Minuten, wobei die Spitzenintensität meist nach 5–10 Minuten erreicht wird. Über subjektive Intensitätsskalen von 1 bis 10 lässt sich die Stärke erfassen, ergänzt durch Häufigkeitszählung (Episoden pro Tag) und Trigger-Dokumentation. Das regelmäßige Aufzeichnen dieser Werte zeigt Muster, die gezielt bearbeitet werden können.
Die Welle des Verlangens
Craving verhält sich wie eine Welle: Es steigt an, erreicht einen Höhepunkt und fällt dann wieder ab – ganz ohne dass man trinkt. Dieses Prinzip nennt sich „Urge Surfing" und ist eine wissenschaftlich belegte Technik aus der achtsamkeitsbasierten Rückfallprävention. Wer versteht, dass jede Welle von allein vorübergeht, kann das Verlangen bewusst aushalten, statt ihm nachzugeben. Mehr zum Aushalten unter Strategien zum Aufhören.
Messbare Indikatoren
Neben der subjektiven Einschätzung gibt es objektive biologische Marker: Gamma-GT (GGT) zeigt Leberschäden durch Alkohol, CDT (kohlenhydratdefizientes Transferrin) ist ein spezifischer Marker für chronischen Konsum, und MCV (mittleres Zellvolumen) steigt bei regelmäßigem Trinken. Diese Laborwerte liefern dem Arzt ein objektives Bild und können den persönlichen Fortschritt medizinisch dokumentieren. Mehr zu körperlichen Auswirkungen unter Was passiert im Körper.
Warum Messen hilft
Wer seine Cravings trackt, erkennt Muster: Wann ist das Verlangen am stärksten? In welchen Situationen? Wie oft am Tag? Diese Daten helfen, gezielt vorzubereiten und Fortschritte sichtbar zu machen. Drywell macht diese Messung einfach: Der Craving-Button erfasst Zeitpunkt, Dauer und Kontext automatisch. Mehr zum Tracking unter Trinkverhalten tracken.
Modal
Die App funktioniert am besten hochkant.