Mit Familie und Freunden sprechen
Sage klar, dass du aufhörst und was du brauchst: Keinen Alkohol anbieten, Verständnis für Stimmungsschwankungen, gemeinsame alkoholfreie Aktivitäten. Kommuniziere auch, was du nicht brauchst – etwa gut gemeinte Trinksprüche oder Kommentare wie „Ein Glas wird ja wohl gehen." Partner und enge Freunde können eine enorme Stütze sein, wenn sie verstehen, dass Alkoholabhängigkeit eine Erkrankung ist und kein Willensversagen. Überlege, ob jemand in deinem Umfeld gemeinsam auf Alkohol verzichten möchte – das stärkt beide Seiten.
Die Frage „Warum trinkst du nichts?"
Diese Frage kommt garantiert – bereite dich darauf vor. Du musst nicht deine gesamte Geschichte erzählen. Einfache, ehrliche Antworten reichen: „Ich mache gerade eine Pause", „Ich fühle mich ohne besser", „Gesundheitliche Gründe" oder schlicht „Ich trinke nicht mehr." Je selbstverständlicher du es sagst, desto weniger wird nachgefragt. Wer hartnäckig nachhakt, überschreitet deine Grenzen – das darfst du freundlich, aber bestimmt benennen.
Im Beruf und auf Feiern
Betriebsfeiern, Geschäftsessen und After-Work-Events sind klassische Trigger-Situationen. Strategien: Komm mit eigenem Getränk (Sprudel mit Limette, alkoholfreies Bier), setze dir eine feste Uhrzeit zum Gehen, und informiere eine Vertrauensperson vorab. Du musst nicht erklären, warum du nicht trinkst – bei Geschäftsessen reicht „Ich fahre noch." Wenn Firmenfeiern regelmäßig zum Problem werden, kann ein vertrauliches Gespräch mit der Personalabteilung oder dem Betriebsarzt sinnvoll sein. Weitere Strategien für schwierige Situationen findest du unter
Neue Routinen aufbauen.
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